Sightseeing in Peking

Montag, 23.01.2012

So, das chinesische Neujahr bzw. Spring Festival ist angebrochen und die Stadt so leer wie in den vergangenen 5 Monaten die ich bereits hier in Shanghai verbracht habe nicht. Das chinesische Neujahr wird in China als der wichtigste Feiertag schlechthin angesehen und leitet nach dem Luna Kalender/ Mond Kalender das neue Jahr ein. Vergleichbar mit unserem Silvester.  Da Shanghai mehr oder weniger in den vergangenen Jahrzehnten mehr oder weniger aus dem Boden gestampft wurde und anschließend durch die zunehmende Industrialisierung immer mehr Menschen bevorzugt natürlich Chinesen- wer hätte das gedacht J auf der Suche nach Arbeit nach Shanghai zogen und ihre Familien oft zurückließen.  Diesbezüglich bin ich heute auf einen sehr interessanten Artikel auf City Innovation Review (http://www.cireview.de/stadtfakten/zahl-der-woche/32-einwohner-gewinnt-shanghai-jede-stunde-hinzu/) gestoßen, der für mehrere Megacities die stündlich zunehmende  Einwohnerzahl aufzeigt bzw. prognostiziert und unter anderem auch für Shanghai. Laut dem Artikel wächst Shanghai kontinuierlich mit 32 Einwohnern pro Stunde- oder 768 Personen pro Tag- oder 5376 Personen pro Woche- oder 21.504 Personen pro Monat- oder 280.320 Personen pro Jahr, was mehr Einwohner sind als Kiel derzeit besitzt. Das chinesische Neujahr wird dann in der Regel zum Anlass genommen um zurück zu ihren Familien zu fahren. Aus diesem Grund bleiben über das chinesische Neujahrsfest die meisten, vielleicht auch einfach nur sehr viele Läden, Geschäfte, Restaurants und was es nicht sonst noch alles gibt in der Regel eine Woche lang geschlossen und ich kann gemütlich meinen Blog mit einem kleinen Eintrag über 6 Tage Peking „updaten“. Mein Pekingaufenthalt- denn Urlaub war es keiner- begann, ja, schon am 9. Januar und endete am 15. mit einem sprichwörtlich sehr turbulenten Rückflug. Auch dieser Ausflug begann mit dem gleichen Prozedere wie alle anderen auch: morgens in aller Herrgottsfrühe aufstehen, Taxi suchen und ab zum Flughafen und einchecken. Nach dem wir nach den 105 minütigen Flug sicher in noch kälteren Peking  (-11°C) gelandet waren mussten wir d.h. ich und ein Kommilitone wie üblich erst einmal wieder sehen wie wir vom Flughafen weg in die Stadt gelangen. Glücklicherweise ist Pekings Flughafen auch direkt ans U-Bahnnetz angebunden, weshalb zumindest die Fahrt ins „Zentrum“ gesichert war, welches nach meinem Geschmack bzw. meiner Vorstellung überhaupt nicht vorhanden war. Wie auch immer, sein oder nicht sein, die Metro war sowas von vollgestopft das wir drei weitere Metros abwarten mussten damit auch noch unsere Koffer mit Hängen und Würgen darin Platz „gefunden“ haben zu unserem Bedauern mussten wir um an „unsere“ Metrostation zu gelangen auch noch einmal umsteigen – damn L. Endlich an der gewünschten Station angekommen, konnten wir aufgrund des uns vorliegenden Kartenmaterials- handelsübliche Visitenkarte -unser Hotel erst nach einer ausgiebigeren Suche finden. Das Hotel stellte sich in Sachen Sauberkeit und Pflege als typisch chinesisch heraus: beim Boden machte es den Anschein als wenn der Besen, Strupfer oder was auch immer schon seine besten Zeiten hinter sich hatte und beim Tapezieren schien wohl an der ein oder anderen Stelle der Tapetenkleister ausgegangen zu sein. Selbiges galt für unseren Internetanschluss: Kabel verlegt aber anscheinend den Anschluss vergessen. Aber was soll’s „that’s China“ und immerhin hatten wir zwei Betten und eine Heizung. Ja wir hatten eine Heizung, eine richtige Heizung, einziges Manko, es fehlte der Thermostat d.h. Temperaturregelung via. Fenster (draußen: -12°C bis -6°C je nach Tageszeit), aber nichtsdestotrotz: Wir hatten eine HEIIIIIIZUNG. Nach dem wir es uns dann für die kommenden Tage mehr oder weniger gemütlich gemacht hatten ging’s erstmal raus was essbares und neues Kartenmaterial zu suchen.  Natürlich gesucht und gefunden J. Welch Wunder auch die Speisekarten in Peking beinhalten zu 90% Reis- oder Nudelgerichte. Unser erster Tag führte uns dann mehr zufällig als geplant zum Kohlehügel von wo aus man- bei schönem Wetter- einen wunderschönen Blick auf Peking und die Verbotene Stadt bekommt. Diese eher zufällige Route führte uns glücklicherweise an einem kleinen Café mit „Free Internet“ vorbei. Es sollte sich als unser Schlüssel zur Außenwelt darstellen. Die nächsten Tage standen dann natürlich unter dem Motto „Sightseeing“. Unser Ablauf stellte sich dann letztendlich als folgender dar:

Dienstag: Besichtigung des Tiananmen Square und der Forbidden City. Anschließend ging’s nochmal auf den Kohlehügel, da das Wetter an diesem Tag doch sehr klar war und auf dem Rückweg zu unserem Hotel kamen wir dann auch noch eher zufällig in die Wanfujing, die Einkaufsmeile in Peking, vergleichbar mit der Nanjing Lu in Shanghai, einziger Unterschied: hier gibt es zwei Fressmeilen, die alles anbieten was vier Beine hat aber kein Tisch ist und schwimmt aber nicht aus Stahl ist.

Mittwoch: Besichtigung des Lama und Konfuzius Tempels, sowie Olympia Park mit Vogelnest und Aquarium und Fake Markt in der Yong An’li Metrostation in dem ich mich erst einmal mit günstigen Schuhen eingedeckt habe da die Auswahl größer als in Shanghai ist und die Verkäuferinnen netter und entgegenkommender als einige auf den Shanghaier Fashion and Gift Markets wie sie ja offiziell bezeichnet werden.

Donnerstag: Am Donnerstag stand dann schließlich das Have to bei einem jeden Peking Besuch auf unserer Sightseeing-Liste, die Great Wall, lange chinesische Mauer oder中国长城 (Zhōngguó Chángchéng) bei Badaling. Morgens ging es dann wieder -für unsere Verhältnisse- in aller Herrgottsfrühe Richtung Busbahnhof von wo aus laut Internet Busse zur Mauer fahren sollten und auch fuhren. Die Busfahrt an sich dauerte ungefähr eine Stunde, die Besteigung der Mauer dann nochmals weitere 3-4 Stunden was dazu führte, dass ich nach unserer Rückkehr in Peking nach die Besichtigung der Bell & Drum Towers anschloss während mein Mitreisender eher das Internet bevorzugte. Tja da hat er was verpasst der gute Mann. Besonders empfehlenswert sind die Vorführungen, die immer zu bestimmten Zeiten- die ich euch leider nicht mehr sagen kann, da sie mein Gedächtnis leider wie so vieles aussortiert hat- im Drum Tower stattfinden. Anschließend brachte ich mich dann auch noch im „Internet“ Café auf den aktuellsten Stand der Dinge.

Freitag: Heute stand der Besuch der Teestraße statt, der leider nicht das war was ich mir erhofft hatte, denn hier ist man ohne sichere chinesische Sprachkenntnisse aufgeschmissen, weshalb ich den Teeeinkauf gezwungenermaßen auf Shanghai verschob. Desweiteren besuchten wir noch ein weiteres Mal unsere neuen „Freunde“ auf dem Fake Markt, wo wir uns dieses Mal noch mit günstigen DVDs ausstatteten.

Samstag: Highlight des Tages: Abendessen in der Wanfujing.

Vorspeise: Skorpione und Seepferdchen

Hauptgang: Spinne (Tarantel oder so was ähnliches) und schwarzer Skorpion

Nachspeise: Schlange und Seestern

 

Hinweis: Bis auf Schlange (geschmacklich) kann ich alles ohne andere ohne Bedenken weiterempfehlen.

 

Sonntag: Koffer packen, Auschecken mit der wie immer überfüllten Metro zum Flughafen und von dort wieder zurück nach Shanghai. Und damit endete mein 6-tägiger Ausflug in die Hauptstadt Chinas.

Silvester Hongkong 2011

Dienstag, 10.01.2012

Ja, im Gegensatz zu euch war ich dieses Jahr an Silvester in Hongkong. Ja ja, wer denkt da nicht gleich an die Silvestercountdownzusammefassung in den Nachrichten mit den atemberaubenden Bildern aus den Silvesterhochburgen wie Berlin, New York, Sydney und eben auch Hongkong.  Ja und ich war live dabei. Wer freut sich nicht auf ein solches Großereignis?!?!? Dementsprechend ging es dann an dem besagten Abend des 31. Dezembers 2011 mit meinen anderen sechs mitreisenden Studienkollegen Richtung Hongkong Skyline bzw. Avenue of Stars, da man von dort den besten Blick auf den 2IFC, Two International Financial Center hat bzw. haben sollte. Natürlich wie kaum anders zu erwarten platzen die entsprechende Metrolinie schon an unsre Station schon aus fast allen Nähten, aber wie in China so üblich: „wenn voll ist passen noch mindestens 10 weitere rein“, man muss eben nur ein bisschen nachhelfen und darin hatten wir nach über fünf Monaten Shanghai reichlich Übung. Also rein in die gute Stube. Leider nahmen auch an den weiteren Stationen noch mehr von dem Sprichwort wahr und so wurde es von Station zu Station immer enger und enger- bewegen: Ausgeschlossen.  Endlich an der gewünschten Metrostation angekommen hieß es natürlich einfach der Menge anschließen die wird schon wissen wo’s lang geht. Draußen angekommen standen wir bereits mitten im Menschenmeer (Menschen so weit das Auge reicht), das 2IFC an dem der aus den Nachrichten „berühmte“ Countdown abläuft jedoch nicht in Sicht. Leider ging es zu diesem Zeitpunkt weder vor noch zurück. Wie sich später herausstellte wurde die Straße vorrübergehend vorsorglich abgeriegelt um dem Menschenstrom Herr zu werden. Nachdem die Sperrung irgendwann wieder aufgehoben wurde konnten wir auch einen Platz ergattern mit einem recht vernünftigen Blick auf den 2IFC. Wie sich später zeigen sollte verwehrte uns lediglich ein „Hochhaus“ die Sicht auf die letzte 2 von 201 was jedoch nicht weiter tragisch war, denn viel enttäuschender war die Tatsache, dass sich Silvester in Hongkong feiern nicht lohnt, denn in jedem deutschen Kuhdorf ist das Feuerwerk spektakulärer abgesehen von dem Countdown und den rund 600.000 Mitfeiernden. Das Feierwerk ging sage und schreibevielleicht gerade einmal 2 Minuten d.h. was in den Nachrichten als Zusammenfassung dargestellt wird ist das komplette Feuerwerk in Hongkong. Also sehr enttäuschend und unter unseren Erwartungen. Außerdem machten sich bereits kurz nach Ende des Feuerwerks schon wieder alle vom Acker L. Nichtsdestotrotz machten wir uns dann auf nach Long Kaui Fong- ich hoffe das heißt so, zumindest heißt es so ähnlich sollte es nicht stimmen- die Barstraße bzw. das Ausgeh- und Partyviertel in Hongkong, welches natürlich auch proppenvoll war und wahrscheinlich zu 90 Prozent in der „Hand“ von Nichtchinesen. Irgendwann am Morgen machten wir uns dann alle auf den Heimweg Richtung Apartment, und wir haben es sogar nach ein paar Anlaufschwierigkeiten sogar gefunden. Das und der anschließende Kater war dann unser Silvester in Hongkong. Mein Tipp: geht nach New York, Sydney, Berlin oder sonst wo hin, am besten jedoch auch nicht nach Shanghai denn da gab’s gar kein Feuerwerk wurde von den in Shanghai Feiernden gesagt.  

Bilder dazu gibt's ungefähr in einer Woche.

Hongkong

Sonntag, 08.01.2012

So, das neue Jahr ist nun auch schon wieder eine Woche alt und ich bin nun wieder zurück- 2 Tage, dann geht’s wieder weiter Richtung Peking- aus Macao und Hongkong. Wie ich bereits geschrieben habe bin ich in Macao leider nicht über Nacht zum Millionär geworden. Nach unserem drei Tage Macao-Trip ging es dann am 30.Dezember für die kommenden 6 Tage weiter nach Hongkong. Wie –leider- üblich mussten wir am 30. bereits um 12 Uhr unsere Hotelzimmer geräumt haben, was jedoch nach ein durchzechten Nacht leider nicht gerade einfach viel aber notwendig war, schließlich wussten wir bis dahin immer noch nicht wie wir von Macao nach Hongkong kommen werden. Zur Auswahl standen Fähre oder Helikopter. Also erstes Etappenziel: Macao Fähr-und Helikopter-Terminal. Nachdem wir dann mit etwas Verspätung unsre Zimmer geräumt hatten und ausgecheckt wurden wir glücklicherweise sogar mit dem Hoteleigenen „Shuttlebus“ direkt zum Terminal gebracht. Dort fanden wir dann noch hunderte andere die in Macao von ihrem Glück verlassen wurden und per Fähre zurück nach Hongkong mussten, was für uns letztendlich erst einmal bedeutete: Anstehen und das ca. 1 Stunde-für’s Ticket.

Hong Kong - Macao Ferries

Den Schalter für Helikopterüberflüge besuchten über die Stunde lediglich eine ganze Handvoll sprich 5 Stück. Nachdem wir dann endlich unsre Tickets hatten ging es dann wie in China üblich zuerst durch eine Art Schleuse wo man sein Gepäck durchleuchten lassen musste. Solche Röntgenautomaten stehen in China an jeder „Ecke“ selbst bei unserem Ausflug in die Yellow Mountains mussten wir vor dem Einsteigen in den Bus unser Gepäck durchleuchten lassen. In Shanghai befindet sich sogar vor jedem Eingang in die Metro ein solcher Apparat hinter welchem jedoch meist keiner sitzt oder wenn jemand dahinter sitzt, schläft oder sich anderweitig beschäftigt. Nachdem wir dann unser Gepäck erfolgreich durchleuchten ließen standen wir wieder einer Wartehalle mit unzähligen Leuten die natürlich ebenfalls nach Hongkong wollten und Zollschalter bzgl. der Ausreise aus Macau von denen natürlich nur 4 Stück besetzt waren was bedeutete: wieder anstehen. Als nach einer weiteren Stunde anstehen auch diese Hürde geschafft war konnten wir uns auf eine einstündige Bootstour nach Hongkong freuen bevor dort das gleiche Prozedere bzgl. der Einreise nach Hongkong los ging. Endlich in Hongkong angekommen ging’s dann erstmal Richtung Taxistand was wieder bedeutete: Anstehen. Nachdem wir dann auch endlich hier an der Reihe waren und dem Taxifahrer die Adresse unsere Wohnung sagten schüttelte dieser den Kopf und sagte uns in ENGLISCH das wir hier falsch sind und an den Taxistand gegenüber wechseln müssen da diese Taxis Richtung Hongkong Festland fahren und dieser Stand nur für Hongkong Island zuständig ist. Also wieder anstehen und dieses Mal hat sogar alles geklappt und der Vermieter unsere Wohnung wartete auch schon vor der Tür. Von außen sah das Gebäude nicht gerade einladend aus- etwas heruntergekommen und direkt an einer Hauptstraße gelegen aber gut solange es innen gepflegt ist , ist alles in Ordnung. Innen sah es dann doch recht gepflegt aus glich aber eher einem Gefängnis.

unser Hausflur :-) 

Die Wohnung an sich war dann ganz schön aber für 7 Leute glich sie bei 16 m² ehr einer Hundehütte- aber für 6 Tage war es dann doch „ausreichend:-)„. Hongkong an sich ist kaum mit Shanghai zu vergleichen, in Hongkong scheint es als wenn alle Leute zur gleichen Zeit auf den Straße zwischen den Häuserschluchten unterwegs seien.

Hong Kong Central (Finanz-und Handelsbezirk)  Wenn Fußgängerampel auf grün schaltet Allabendliche/ tägliche Menschenmassen

Dennoch ist Hongkong fiel gepflegte was die Straßen und öffentlichen Plätze anbelangt als Shanghai, was mit Sicherheit auch an den unzähligen Verbotsschildern liegt. So ist das Rauchen nur an bestimmten gekennzeichneten Stellen erlaubt und wird ansonsten mit einer Strafe von umgerechnet 500 Euro geahndet. Gleiches gilt für Essen und Trinken in der Metro, die hier MTR genannt wird. Und was einem natürlich sofort auffällt: hier spricht aufgrund der Tatsache das Hongkong bis 1997 britische Kolonie war fast jeder fließend Englisch. Englisch ist hier neben Kantonesisch (Chinesischer Dialekt oder so ähnlich) auch zweite Amtssprache. So verlief auch alles bzgl. unserer Wohnung fast reibungslos. Wie so üblich bei EINER Toilettendusche (Dusche befindet sich direkt über der Kloschüssel:-)

- hier aber aufgrund des Platzmangels Standard) für sieben Personen musste besonders zu Stoßzeiten mit langen Wartezeiten gerechnet werden, weshalb bereits 1,5 Stunden vor Aufbruch der erste anfangen musste sich zu duschen, Zähne putzen etc. Aber auch das haben wir gemeistert :-) Wer nach Hongkong reist sollte auf jeden Fall einen Besuch auf dem Victorias Peak einplanen- am besten auch gleich mit der Tram hinauffahren.

Legendäre Peak-Tram  Blick auf Hong Kong vom Victorias Peak

Die Aussicht ist grandios. Desweiteren sollte man die allabendliche (jeden Abend um 20 Uhr)Symphony of light- Licht-und Lasershow an der Skyline- nicht verpassen bzw. einmal gesehen haben.

2IFC während der Symphony of light  anderer Teil der Skyline während der Symphony of lights

Bester Standpunkt: Avenue of Stars. Was man aus meiner Sicht jedoch getrost verpassen darf ist Silvester in Hongkong , aber dazu mehr im nächsten Blogeintrag. Na fünf Nächten Gruppenkuscheln ging’s für uns dann am 4. Januar wieder zurück nach Shanghai, dessen besonderer Höhepunkt das eigene Bett war. Nicht so sehr erfreulich war’n dagegen die Temperaturen in Shanghai, die wir brühwarm per Durchsage im Flugzeug erhielten: „Aktuelle Außentemperatur in Shanghai: -2°C“, bei Abflugtemperaturen von rund 20°C – ich will wieder nach HK :-). Zurückgeflogen sind wir dann nicht direkt vom Flughafen Hongkong , sondern aus dem benachbarten Shenzhen (ist bereits wieder Mainland China) da die Flüge von dort aus günstiger waren als von HK aus- und die Idee hatten auch noch andere. Bevor es jedoch Zeit für’s Boarding war mussten/haben wir knapp 6 Stunden im McDonalds verbracht dessen Servicekraft bestimmt schon damit gerechnet hat, dass wir uns dort sesshaft werden. So kamen wir nach 6 Stunden McDonalds und einer Flugzeit von 1:40 Stunden wieder erschöpft aber wohlauf um 00:45 Uhr bei einer Temperatur von wie bereits gesagt -2°C am PuDong International Airport Shanghai an.

Guter Rutsch ins neue Jahr 2012

Samstag, 31.12.2011

Hey,

wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2012.

Grüße aus Hongkong

(Alb-)Traum: Geld

Mittwoch, 28.12.2011

Hey zusammen,

dies wird aus Zeitgründen lediglich ein kurzer Beitrag aus dem Las Vegas Asiens: Macao. Gestern Mittag gegen 15 Uhr bin ich gut ein paar Kommilitionen und China Eastern in Macao gelandet- bis 1999 noch portugisische Kolonie und noch heute einziger Staat Asiens in dem Glücksspiel erlaubt ist, dementsprechend sprießen hier auch Casinos wie Pilze aus dem Boden. Gut so dramatisch ist es nicht, dennoch ist die Casinodichte mit momentan 33 Casinos bei einer Fläche von rund 28km² doch recht hoch. Gewinne der Casinos: 6,4 Mrd. Dollar und damit bereits höher als Las Vegas mit 6,2 Mrd. Dollar. 

So das war's für's erste, muss schließlich den Gewinn der Casinos etwas drücken :-) und meine bisherigen Verluste wieder wett machen bin schli eßlich nur noch bis 3 Tage hier und bevor ich nach Shanghai zurückkehren werde muss mindestens ein 5-stelligerEurobetrag in schwarzen Zahlen mein Konto schmücken. Sollte es Abweichungen nach oben geben sind diesen selbstverständlich keine Grenzen gesetzt.

Also bin mal wieder auf dem Weg Richtung Casino.

 

Frohe Weihnachten!

Samstag, 24.12.2011

Hey zusammen,

wünsche Euch allen Frohe Weihnachten, feiert schön und lasst euch reich beschenken und genießt natürlich das gute Essen.

 

Schöne Grüße

Mario

Das Gelbe Gebirge/ The Yellow Mountains/ Huangshan/ 荒山

Donnerstag, 22.12.2011

Ja ja Weihnachten steht vor der Tür- O.K hier nicht wirklich, dennoch blinkt und glitzert es hier in dem einen oder anderen Schaufenster.  Um dem Trubel den es hier somit eigentlich auch nicht gibt trotzdem zu entkommen ging es am Samstagmorgen um 7:30 Uhr mit dem Fernreisebus für 148 RMB von Shanghai in die rund 6 Stunden entfernte Provinz Anhui.

Weihnachten auf Chinesisch    Unser Bus

Ich weis,  Anhui ist nicht gerade ein vielsagender Begriff, dennoch gehört die Provinz zu den am meist bereisten Gebiete Chinas und diente bereits dem ein oder anderen Film als Kulisse wie zum Beispiel „Crouching Tiger“, „Hidden Dragon“- wer kennt sie nicht :-) - und „Avatar- Aufbruch nach Pandora“ und genau dort sollte unsre Reise hingehen: zu den Yellow Mountains (荒山- Huangshan). Das Gebirge umfasst insgesamt 72 Gipfel, der höchste erreicht dabei eine Höhe von 1.841m. 1990 wurde es dann schließlich von der UNESCO zum Weltnatur- und Kulturerbe erklärt. Nach der gut 6-stündigen Fahrt gemeinsam mit 7 weiteren Chinesen erreichten wir dann Tangkou, ein unansehnliches Wirrwarr aus Hotels und Baustellen und dort standen wir nun und hatten von Tuten und Blasen keine Ahnung wo und wie wir unsere Pension finden sollten und verstanden hat uns leider auch keiner der Chinesen und Englisch war bzw. ist hier noch weniger verbreitet als im rund 400 Kilometer entfernten Shanghai. Unsre einzige Hoffnung war eLong über welche wir unsre Pension gebucht hatten, anzurufen und diese Bitten in unserer Pension anzurufen, damit diese uns abholen konnten und das hat glücklicherweise auch reibungslos geklappt. Schließlich waren wir auch die einzigen nicht Chinesen am Straßenrand weit und breit. Nach einer weiteren 15 minütigen Fahrt erreichten wir schließlich unsere Pension in Emerald Valley, einem aus dem Boden gestampften „Dorf“ um die im Sommer nach Huangshan pilgernden Chinesen aufnehmen zu können. Da wir die einzigen Gäste in der Pension und wahrscheinlich sogar im ganzen Dorf waren hatten wir freie Auswahl bei den Zimmern wobei man jedoch auch sagen muss, dass sämtliche Zimmer in unserer Pension sehr wohnlich waren.

Emerald Valley Unsre Pension Das Wohnzimmer Unsre Zimmer

Morgens, Mittags und sogar Abends gab’s Chaofan[炒饭]- auf gut deutsch: gebratener Reis. Da bei unserer Ankunft bereits 15 Uhr war und es mittlerweile ab 16:30 Uhr stockdunkel ist ging nicht nur an dem ersten Tag nichts mehr, sondern an sämtlichen Tagen nichts mehr. So lagen wir wie die kommenden Tage auch meist bereits um 19 Uhr im Bett- war hier auch weit und breit der wärmste Platz. Die nächsten Tage ging's dann um 6 Uhr aus’m Bett so dass wir pünktlich um 7 Uhr am Busbahnhof waren von wo aus sämtliche Yellow Mountain Touristen zur Gondel chauffiert wurden. Nach 20 minütiger Gondelfahrt waren wir dann schließlich am Ziel unserer Reise angelangt: auf den Yellow Mountains. Den Rest muss man einfach gesehen haben. Ich hoffe aus den Bildern kann man erahnen was wir in den 4 Tagen gesehen und bestiegen haben. 

Lastenträger 1 Treppen ohne Ende Yellow Mountains aus der Gondel Yellow Mountains Yellow Mountains Yellow Mountains

Yellow Mountains Chinesen Yellow Mountains Yellow Mountains Yellow Mountains 

Yellow Mountains The Flying Rock Yellow Mountains Yellow Mountains Chinesen

Eine kleine Anmerkung am Rande. Wer sich die 65 Kuai für die Gondelfahrt sparen möchte kann auch zu Fuß die Yellow Mountains erklimmen. Unser Aufstieg beschlagnahmte gute vier Stunden unserer Zeit und sorgte gleich am ersten Tag, dass uns nach wenigen Minuten das Laktat in  die Muskel schoss und als uns dann auch noch die ersten Lastenträger überholten wurden unsere Beine noch schwere als sie eh schon waren. Apprpos Lastenträger: Sämtliche Hotels auf den Gipfeln werden von Lastenträgern versorgt, die den ganzen Tag trotz Gondel Lebensmittel, Geräte und sonstiges Zeugs zu Fuß auf die Gipfel schleppen.

Lastenträger Lastenträger

Ausflug nach Chongming Island

Samstag, 03.12.2011

So nun bin ich wieder zurück von Chinas drittgrößter ( 1.267 km²) Insel nach Taiwan und Hainan- Chongming (chinesisch: 崇明島 - Chóngmíng Dǎo). Ins Rollen gebracht wurde unsere Tagesreise während einer Kaffeepause im Gespräch mit unserem Corporate Culture and Modern Philosophies Professor. Bereits ein paar Tage später war unser Ausflug dann schon unter Dach und Fach, denn Mr. Shi hatte glücklicherweise einen Bekannten auf Chongming Island, der uns nicht nur Unterschlupf gewährte, sondern uns auf unsrer Reise auch noch verpflegte.

Brücke nach Chongming Island Unsre Unterkunft  Ungehinderter Blick vom Bett aufs Klo - Türe: Fehlanzeige

Bevor ich zum eigentlichen Bericht komme hier noch ein paar Infos zur Insel:

Chongming liegt in der Yangste-Mündung nördlich von Shanghai wo der Yangtse(chinesisch:长江- ChangJiang, auf Deutsch: „Langer Fluss“)  ins zum Pazifik zählende Ostchinesische Meer fließt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Yangtze_River_Map.png&filetimestamp=20090507203050  Quelle: Wikipedia  Typische Bild in Shanghai

Die Insel selbst untersteht der Verwaltung Shanghais und stellt damit auch gleich noch der ländlichste Teil Shanghais dar. Da die Insel  durch Ablagerung von angeschwemmtem Schlamm des Yangtses entstand besitzt sie sehr fruchtbare Böden, weshalb die gerade Landwirtschaft, Viehzucht aber auch Fischerei hier sehr ausgeprägt ist und von wo aus eine Vielzahl von Bauern sich Morgens auf den Weg nach Shanghai machen um dort ihr frisches Obst, Gemüse und Fleisch an den Mann zu bekommen.

Noch eine kleine Anmerkung: Die Insel wächst noch heute durch Schlammablagerungen jährlich um 140m ins Ostchinesische Meer hinaus.

 

Nun zurück zum eigentlichen Bericht.

Wie bereits gesagt ging es gestern Nachmittag um 15 Uhr mit einem Kleinbus los Richtung Chongming Island.  Und diese Insel ist wirklich das totale Kontrastprogramm zu Shanghai: keine Hochhäuser, keine Taxen, kaum Menschen dafür viel Wald, Äcker und Wasser.

  Kohlfeld Reisfeld Toilette !!!!!!!

Genauso wie ich mir China vorgestellt habe- mal abgesehen von Shanghai, Peking und den ganzen anderen Megacitys. Das einzigste woran sich die Insel und Shanghai nicht unterscheiden sind zum einen ganz klar die Chinesen und zum anderen gleicht auch die Insel einer riesigen Baustelle. Überall werden neue Siedlungen aus dem Boden gestampft, von einfachen Einfamilienhäusern hin zu ganzen Wohnkomplexen mit eigenem Golfplatz etc. auch werden überall neue „Autobahnen“ gebaut, die die Insel durchschneiden.

Baustelle wie fast überall Baustelle 

Nach gut 20 Minuten über Stock und Stein auf Chongming sind wir dann tatsächlich in irgendeinem Kaff bei unserem Gastgeber gelandet- gut eigentlich ist „Kaff“ noch übertrieben, da es wirklich nur eine Straße war die rechts und links bebaut war, ansonsten gab’s nur noch Reis-und Kohlfelder und einen arschkalten Wind (Temperatur: 6°C, gefühlte -6°C).Die Häuser hier auf Chongming hatten eine etwas merkwürdige Architektur. Innen glich es dann etwas den deutschen Bauernhöfen d.h. riesengroße Räume mit hohen Wänden- würde mal so um die 4 Meter schätzen- und verziert mit Stuck. Einrichtung – 没有 (Pinyin: mei you, deutsch: gibt’s nicht) d.h. riesen große leere Räume und auch hier: Heizung -没有 bzw. vergebens, was schließlich darin endete, dass wirklich ausnahmslos alle mit Jacke sowohl gegessen, getrunken (der ein oder andere auch etwas zu viel vom Reis-Kürbis-Wein und Bier- 1 Kasten Bier = 20 Yuan = 2 Euro und ein paar zerquetschte), Karten gespielt und schließlich sogar geschlafen haben.

Vorgesorgt :-) da kommt Freude auf 21 Uhr

Heute Morgen gab es dann erst einmal ein typisch Chinesischen „Frühstück“ mit Reissuppe, Süßkartoffeln, Kraut, Erdnüssen und Eiern bevor wir dann zuerst unsere nächste Umgebung erkundeten was so viel heißt wie Wohnungsbesichtigungen.

Frühstück auf chinesisch Typische Reis-Spezialität auf Chongming

Ablauf der Wohnungsbesichtigungen:

Zuerst ging es einmal ums Haus herum, dann in den Garten um uns von dem dortigen Obst und Gemüse zu ernähren und anschließend durften wir dann durch die Hintertüren ins Haus spazieren so nach dem Motto: „Hereinspaziert in die gute Stube auch wenn’s nicht meine ist“. Zuerst ging’s dann durch’s „Wohnzimmer“ sofern eines vorhanden war, dann durch die Küche, wo meist die Hausherrin gerade am Kochen war bevor es dann durch die Haustür wieder ins Freie ging. Die Prozedere wurde noch gut weitere 5 Mal durchgeführt.

Arschkalt !!!!!   chinesisches  Immer noch im   

Im Anschluss an die Wohnungsbesichtigungen ging es dann mit unserem Kleinbus zum Dongtan Wetland Reservior, zu Deutsch einfach Sumpfgebiet. Das Dongtan Sumpfgebiet mit seinem Vogelreservat bot uns trotz eisiger Temperaturen (3°C) einen ungewohnten aber schönen und interessanten Einblick in die Natur, welche ich nun schon über 3 Monate nicht mehr gesehen habe, denn Natur in Shanghai: Fehlanzeige- einzige Ausnahme die Parks die über Shanghai verteilt sind.

Dongtan Wetland Park Wetland I Wetland  Wetland II Unser Professor beim Foto-Shooting Transport zum Sumpfgebiet (Temperatur: 3°C)

Zwar war gestern das Reservior zwar fast ausgestorben obwohl es eigentlich gerade über den Winter von etlichen Tieren heimgesucht wird. Laut Internet müssten über den Winter ca. 100 verschiedene Vogelarten mit ca. 3 Millionen Tieren hier überwintern, aber wie gesagt gestern war tote Hose, aber trotzdem interessant.  Von dort ging es dann um 14 Uhr wieder nach Hause nach Shanghai von wo ich euch diesen kleinen Eintrag über unseren Ein- bzw. Zweitagesausflug schreibe.

Das war übrigens unser Abendessen:

Unser Abendessen Köchin beim Feuer machen für den Herd Unser Gastgeber schmeckt besser als es aussieht auch das schmeckt besser als es aussieht

So dad was, bis zum nächsten Mal sofern ich hier noch nicht erfroren bin.                                  

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Das komplizierte Liebesleben der Chinesen

Sonntag, 27.11.2011

Hey ho zusammen,

wen's interessiert, hier noch ein kleiner Nachtrag aus Spiegel-online über das komplizierte Liebesleben der Chinesen:-)

 

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,797396,00.html

Lupu Bridge

Montag, 14.11.2011

Guten Morgen liebe Sorgen seid ihr auch schon wieder wach :-). Ja mittlerweile bin ich nun seit einem ¼ Jahr hier in Chinas Metropole schlecht hin- Shanghai- und immer noch bin ich dabei meine Liste mit Shanghai’s sehenswerten abzuarbeiten.  Gestern stand nun mit Saskia, Bhiravi und Annika – Benedikt und Tobi mussten leider absagen- die Besteigung der Lupu-Brücke auf dem Programm.

Die Lupu-Brücke (chinesisch 卢浦大桥 Lúpǔ Dàqiáo)

Lupu Bridge bei schönem Wetter :-)

verbindet wie auch die anderen Brücken in Shanghai Puxi mit Pudong und umgekehrt J. Bis Ende 2009 konnte sie sich mit einer Bogenspannweite von 500m die Krone der größten Bogenbrücke der Welt aufsetzen.

Interessantes zur Lupu Bridge

Ist ja alles ganz schön aber doch irgendwie uninteressant, oder nicht? Naja egal, der eigentliche Grund weshalb wir der Lupu Bridge einen Besuch abstatteten war der normalerweise einzigartige Blick auf den Huangpu und das ehemalige EXPO-Gelände, welcher uns gestern aufgrund von dichtem Smog leider größtenteils verwehrt blieb. Dennoch hier ein paar Bilder auf den Huangpu und das EXPO-Gelände vom Bogenscheitel.

Der Smog lässt grüßen- auch hier  Immer noch die Lupu-Bridge Aufstieg Richtung Aussichtsplattform

Betrübte Sicht China Pavillon (EXPO2010) Der Smog lässt grüßen Blick von der Aussichtsplattform auf einen Teil des EXPO GeländesHuangPu aus 110m Höhe

     

Leider war das Wetter oben etwas trüb.

Ach hätte ich fast vergessen: Wie ich oben schon erwähnt hatte lässt sich die Lupu Bridge auch täglich von 8:30 Uhr bis ca. 17:30 Uhr gegen eine Gebühr von 80 RMB sprichwörtlich besteigen. Denn an jedem Ende der Brücke befinden sich rechts und links der Fahrbahn Aufzüge, die einen erst einmal auf 55 Meter (Höhe der Fahrbahn) transportiert. Von dort lässt sich dann über ca. 370 Stufen- ich hoffe ich habe mich nicht zu arg verzählt- die Aussichtsplattform auf einer Höhe von 110 Metern über dem Huangpu erklimmen von wo man wie gesagt normalerweise einen ausgezeichneten Blick auf den Hungpu und das EXPO-Gelände bekommt. Und ich kann trotz des Smogs gestern sagen: „Sowohl die 80 RMB Eintrittsgebühr als auch der mühsame Aufstieg auf den Brückenscheitel lohnt sich auf alle Fälle“.

 

Somit wäre ich wieder um eine gesehene Attraktion in Shanghai reicher, um 80 RMB ärmer und ihr bekommt einen weiteren Einblick in mein vorübergehendes Leben in Shanghai- ja ja wie ihr seht beherrsche ich das kleine 1x1 noch wie im Schlaf :-).

So das war’s wie so oft auch schon wieder.

Schöne Grüße aus dem noch „warmen“ Shanghai

 

 Überdimensionales Thermometer - irgendwie originell oder?

---sind 20°C

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